Oberflächenwellen
Windwellen
Vor allem für die Flachwasser- und Uferbereiche spielen die lokalen, windinduzierten Oberflächenwellen eine wichtige Rolle. Aber auch die Schifffahrt benötigt Informationen zu maximalen Wellenhöhen und Wellenlängen. Hierzu werden mit Hilfe von Wellenmodellen das mögliche Spektrum und die Charakteristik von windinduzierten Wellen an Seen untersucht. Zum Einsatz kommt das Programm SWAN der TU Delft, mit dem über das vorgegebene Windfeld stationäre und instationäre Wellenfelder auf der Seeoberfläche berechnet werden. Mit diesem Modell lassen sich sowohl einzelne Windereignisse als auch Zeiträume von mehreren Jahren zur Bildung von Wellenstatistiken berechnen. Mit dem phasenauflösenden Wellenmodell SWASH werden die Propagation von einzelnen Wellenzügen und deren Reflexion im Uferbereich untersucht.
Schiffswellen
Schiffswellen können vor allem in Flachwasserbereichen Auswirkungen auf die dortigen Lebensräume haben. So können Schiffswellen dazu führen dass Röhrichtbestände geschädigt werden und das Wachstum von Makrophyten beeinträchtigt wird. Um die Auswirkungen quantifizieren zu können, werden Modelle wie XBeach eingesetzt, mit denen einzelne Wellen und Wellenzüge nachbilden werden können. Im Forschungsprojekt WAMOS wurden die Auswirkungen auf die Uferbereiche des Wörthersees systematisch untersucht. Dabei wurde auch anhand von Messkampagnen die Modellanwendung anhand von gemessenen Schiffswellen überprüft.
Wirkung von Wellen auf Ufer- oder Hafenverbauungen
Phasenaufgelöste Modelle werden auch dazu verwendet, um die Wirkung von Wind- oder Schiffswellen auf Einbauten am Ufer, das Ufer selbst oder Hafeneinfahrten zu analysieren. Auf diese Weise können verschiedene Umbaumaßnahmen im Modell implementiert und deren Schutzwirkung bei einlaufenden Wellen aufgezeigt und quantifiziert werden.

