Wasserhaushalt

Slider

Der Wasserhaushalt an der Geländeoberfläche wird von den meteorologischen Verhältnissen, den Bodenkenngrößen, der Landnutzung sowie der Oberflächenmorphologie beeinflusst. Über den Bodenwasserhaushalt lassen sich wichtige Eingangsgrößen wie die Grundwasserneubildung aus Niederschlag für Grundwassermodelle oder das Niederschlag-/Abflussgeschehen in Flusseinzugsgebieten bestimmen.

Für die Bodenwasserhaushaltsberechnung werden folgende Parameter herangezogen:

  • Niederschlag (Stationsdaten oder bereits interpolierte Niederschlagsfelder des DWDs)
  • Temperatur
  • Wind
  • Luftfeuchtigkeit
  • Sonnenscheindauer

Die Modellierung des Bodenwasserhaushalts kann auf Stunden- oder Tagesbasis erfolgen.

Insbesondere im alpinen Raum ist die Abbildung der Speicherung von Niederschlag in der Schneedecke von großer Bedeutung. Berechnungsergebnisse der Schneehöhenberechnungen können mit Messungen des Deutschen Wetterdiensts oder Satellitenaufnahmen (Sentinel) abgeglichen werden.

Die Evapotranspiration berechnen wir über die Penman-Monteith-Gleichung. Die Parametrisierung der Gleichung orientiert sich am Regelwerk ATV-DVWK M504, sowie an Veröffentlichungen, die auch die Grundlage für das im süddeutschen Raum verwendete Programm GWN-BW bilden.

Im Bodenwasserhaushaltsmodell werden die Größen Niederschlag/Schneeschmelze sowie die Evapotranspiration und ggf. der Zwischenabfluss bilanziert. Ergebnis der Bodenwasserhaushaltsbilanzierung sind die Größen tatsächliche Verdunstung, Sickerwasserrate und Grundwasserneubildung.

Schematische darstellung des Wasserhaushalts
Schematische Darstellung des Bodenwasserhaushaltes