Das württembergische Donauried zählt zu den bedeutendsten Trinkwassergewinnungsgebieten in Deutschland. Aufgrund des reichhaltigen Grundwasserdargebots aus dem Karstaquifer, der den ergiebigen Kiesgrundwasserleiter im Donauried speist, erfolgte eine systematische Erschließung des Grundwasservorkommens seit Anfang des 20. Jahrhunderts durch den Zweckverband Landeswasserversorgung. Die Landeswasserversorgung hat es seit jeher als ihre Aufgabe gesehen, mit dem von ihr genutzten Grundwasservorkommen im Donauried in jeglicher Hinsicht sorgsam umzugehen. Dabei gehen die Vorstellungen der Landeswasserversorgung über das hinaus, was in der wasserrechtlichen Bewilligung wie folgt formuliert wurde: "Die Wasserentnahme aus den einzelnen Fassungen muss so gesteuert werden, dass weder der Grundwasserkörper noch das Wirkungsgefüge der Umgebung gestört oder einseitig belastet werden."
Um eine optimale und umweltverträgliche
Bewirtschaftung des Grundwasservorkommens sicherzustellen, sind detaillierte
Kenntnisse über das Grundwasserdargebot, die Zustromverhältnisse
zu den einzelnen Fassungen, die Austauschvorgänge zwischen Kies- und
Karstaquifer sowie die Auswirkungen der Grundwasserentnahme auf die Umwelt
und die natürlichen Schwankungen der Grundwasserstände erforderlich.
Dies ist nur mit einem prognosefähigen Grundwassermodell möglich,
das zur Quantifizierung der Auswirkungen und zur Steuerung einer nachhaltigen
Bewirtschaftung des Donaurieds eingesetzt werden kann. Das Grundwassermodell
muss das gesamte Grundwasserdargebot aus dem Einzugsgebiet des Donaurieds
erfassen und sämtliche Bilanzkomponenten berücksichtigen.